First rule of leadership: everything is your fault.
Ständig stolpert man online über das Thema Leadership. Aber sobald wir „Inspirational leadership quotes“ auf LinkedIn kübeln, bleibt eigentlich nicht mehr so viel übrig. Fachliteratur gibt es reichlich, und vieles davon ist auch tatsächlich brauchbar, aber bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, solltest du dich mit einer viel grundlegenderen Frage beschäftigen.

Start With Why (ja, schon gut Simon Sinek).
Die erste Frage, die sich jeder stellen sollte, der in eine Führungsrolle wachsen möchte, oder aber eine solche bereits innehat: Warum möchte ich überhaupt eine Führungskraft sein?
Machen wir gemeinsam einen kleinen Spaziergang durch die Geschichte:
- Julius Caesar: Politiker mit Eroberungslust, kam, sah und siechte dahin.
- Ludwig XVI: Liebte es Schlösser zu bauen und Uhren zu basteln, eine Koryphäe unter den Guillotine-Testern.
- Abraham Lincoln: Star der Fünf-Dollar-Note, beendet Theaterabende mit einem Big Bang.
Also nochmal: Warum zum Teufel möchte ich überhaupt eine Führungskraft sein? Warum sollte ich mir das antun?
Nun, wir unterscheiden in „Poor Reasons“ und „Good Reasons“, welche uns dazu motivieren können, diese Verantwortung anzunehmen. Die sogenannten „Poor Reasons“ spielen bei fast jedem eine Rolle, wenn sie aber die Haupttreiber sind, dann wird die Geschichte nicht gut ausgehen.

Poor Reasons
- Money
- Power
- Prestige
- Someone told you to
Klar, wer möchte nicht gern etwas besser verdienen. Und wenn man gefragt wird, was man beruflich so macht, dann erzählt man natürlich gern, dass man in einer Position mit Führungsverantwortung ist. Power und Prestige kann man übrigens mit einem anderen Wort zusammenfassen: Ego. Und dein Ego ist in der Regel ein unglaublich schlechter Ratgeber.
Tatsächlich ist „Someone told you to“ bei vielen Menschen einer der Hauptgründe, warum sie in einer Führungspositionen gelandet sind. Sei es die Erwartungshaltung der Eltern, des sozialen Umfelds oder die depperte HR die im Assessment Center beschlossen hat, dass du ein High Potential bist und dich in eine Führungsrolle pusht. Bei fast jedem trifft zumindest auch eine „Poor Reason“ zu, wenn es um die Frage geht warum man Führungskraft geworden ist. Für den Erfolg als Führungskraft ist jedoch entscheidender, ob man auch zumindest zwei bis drei der „Good Reasons“ hatte.

Good Reasons
- Personal Growth
- Professional Growth
- Impact and Influence
- You simply like people
Den letzten Punkt kann man eigentlich nicht genug betonen. Wenn du es nicht genießt dich mit Menschen auszutauschen, dich mit ihnen zu beschäftigen, dich für sie zu interessieren und Zeit mit ihnen zu verbringen, dann ist Leadership in einem modernen Arbeitskontext wahrscheinlich nichts für dich. Weniger aufgrund der Tatsache, dass man nicht trotzdem gute Ergebnisse erzielen könnte, als vielmehr aus dem einfachen Grund, dass dir der Job langfristig keine Freude bereiten wird.
Ist es ausreichend, dass man gerne mit anderen Menschen interagiert? Nein, natürlich nicht. Aber es ist ein fundamentaler Grundbaustein erfolgreicher Führung. Und wir reden hier nicht von Skills, sondern ganz alleine von der Motivation hinter der Entscheidung eine Führungskraft zu werden.
Leadership ist hart. Es ist zach. Richtig gemacht bringt es einen schnell an seine Grenzen. Aber genau deshalb ist es auch so wunderschön. Man befindet sich schnell außerhalb der eigenen Komfortzone und bekanntlich ist das genau jener Ort, an dem die Magie zu wirken beginnt. Wenn du also ein paar der „Good Reasons“ an dir selbst wiedererkennst, gratuliere ich zur Karriereentscheidung. Die Chancen stehen gut, dass du in der Rolle als Führungskraft auch wirklich langfristig glücklich wirst! Welche Tools einem als Führungskraft behilflich sein können, sehen wir uns im nächsten Teil an.
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